Die mittelalterliche Kirche, die nach den Wirren des Dreißigjährigen Krieges vermutlich ziemlich baufällig geworden war wurde 1709/10 errichtet. Baumeister war der Rottenbucher Chorherr Germanus Pecher, der den Plan entwarf und den Bau beaufsichtigte.
Es mag überraschen, dass im Hochaltar nicht der Patron der Kirche, St. Nikolaus dargestellt ist, sondern die Aufnahme Mariens in den Himmel (der Maler des Bildes ist nicht bekannt). Eine 1693 gegründete marianische Bruderschaft ist die Ursache dafür, dass der Hl. Nikolaus auf den linken Seitenaltar verdrängt wurde. Das marianische Thema bestimmt den gesamten Hochaltarbereich: Über den Durchgängen zur Sakristei die Eltern der Gottesmutter den Hl. Joachim als Hirten mit Opfertaube im Körbchen und die Hl. Anna mit einer Feder als Attribut, weil sie ihrer Tochter Maria Lesen und Schreiben gelehrt hat. Die Figuren sind qualitätvolle Arbeiten von Franz Xaver Schmädl aus Weilheim, der sehr häufig im Pfaffenwinkel anzutreffen ist.
Die Seitenaltäre sind möglicherweise Werke von Paul Zwink aus Uffing; die Altarbilder stammen möglicherweise von Franz Seraf Zwinck aus Oberammergau oder von dem Mattäus-Günther-Schüler Ignaz Paur. Auf der linken Seite ist der Hl. Nikolaus dargestellt und zwar ganz deutlich als Patron der Kaufleute (der Legende nach sagt er auf einer Pilgerreise ins Heilige Land Sturm voraus, darum wurde er zum Patron der Reisenden zu Wasser und zu Land sowie der Kaufleute), im Bild sogar als Patron der Unterammergauer Wetzsteinhändler. Der rechte Seitenaltar mit dem Bild von der Kreuzabnahme nimmt nochmals Bezug auf das Hochaltarbild. Bevor Maria in den Himmel aufgenommen wurde, musste sie unter dem Kreuz Jesu stehen.