Gelübdeerneuerung

Das Oberammergauer Passionsspiel geht auf ein Gelübde aus dem Jahr 1633 zurück: Damals gelobten die Oberammergauer angesichts einer schweren Pestepidemie, alle zehn Jahre „das Spiel vom Leiden, Sterben und Auferstehen unseres Herrn Jesus Christus“ aufzuführen. Jeweils rund ein- bis eineinhalb Jahre vor dem Spiel erneuern die Bürgerinnen und Bürger Oberammergaus dieses Versprechen. Die feierliche Gelübdeerneuerung für die Passion 2020 im Rahmen eines ökumenischen Gottesdienstes, der auch im Bayerischen Fernsehen übertragen wurde, fand statt:

am Samstag, 20. Oktober 2018, um 11 Uhr

Im Anschluss an den Gottesdienst mit Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler und Weihbischof Wolfgang Bischof wurden die DarstellerInnen der Oberammergauer Passionsspiele 2020 bekannt gegeben.


Begleitprogramm

Einstimmung auf die Gelübdeerneuerung:

Zur Einstimmung auf die Gelübdeerneuerung hat sich die katholische Pfarrgemeinde am Feiertag des
3. Oktober 2018 unter dem Motto „Dem Passionsspielgelübde auf der Spur“ zu einem Pilgertag zur Wieskirche aufgemacht:

In einer Ausstellung in der Pfarrkirche war außerdem die sog. Pestmatrikel zu sehen, das Sterbebuch der Pfarrei aus dem Jahr 1633, das als „Gründungsurkunde“ des Oberammergauer Passionsspiels gelten kann:

Ergänzend dazu erschien eine eigene Broschüre:

EO_Broschuere_Passionsspiele_Geluebde_final_web

EO_Broschuere_Passionsspiele_Geluebde_Englisch_final_web

Wie ein zeitgemäßes Verständnis von Gelübden aussehen kann, darüber referierte P. Barnabas Bögle OSB, Abt der Benediktinerabtei Ettal, der nicht nur selbst die Mönchsgelübde abgelegt hat, sondern auch mit Ursprung und Geschichte des Oberammergauer Passionsspiels vertraut ist.

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